Alles im Griff?
17. Dezember 2008 at 12:50 | In Blog | 42 CommentsNichts habe ich im Griff. Echt nicht.
Die Feier gestern war schön, wir saßen bis halb zwei in der Küche.
Ich habe eine Tonne toller Geschenke bekommen und doch …
Alle Freunde waren hier und doch …
Es gab so viele Glückwünsche, hier und im BZ, per Post und per E-Mail und doch …
Ich sitze mitten im Sumpf. Achte kein bisschen auf mich, schlafe zu wenig, esse zu wenig, trinke viel zu viel und rauche viel zu viel. Das ist nicht gesund, das tut mir nicht gut und doch denke ich, es geht nicht anders. Mir ist dauernd kalt, von innen, da hilft keine Wärmflasche. Einsamkeit ist wirklich eklig. Kannte ich noch nicht. Auf die Erfahrung könnte ich auch gerne verzichten. Es gibt kein Patentrezept dagegen. Oder habe ich es nur noch nicht gefunden? Selbst wenn Leute um mich rum sind, ist mir immer noch kalt.
Und es geht mir schon wieder auf die Nerven, es dauert mir schon zu lange, ich habe keine Geduld, wie sonst im Leben auch. Ungeduld sollte meine zweiter Vorname sein. Reinfallen lassen ins tiefe Loch, gut. Nicht mehr rauskommen, schlecht. Im Selbstmitleid versinken, noch viel schlechter. Antriebslos sein, indiskutabel.
Für diese paar Sätze habe ich eine halbe Stunde gebraucht und es selbst nach dieser Zeit nicht geschafft, alles so auszudrücken, wie ich es eigentlich wollte.
Herzlich Willkommen in der Depression.
- Andrea
42 Kommentare »
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Liebe Andrea,
mir fehlen echt die Worte, um auszudrücken, wie gerne ich Dir helfen würde. Sei es nur mit einer so langen Umarmung, daß Dir letztendlich warm werden muss (und bei meinem Körperumfang da kommt jeder ins Schwitzen …).
Ach, nein, ich will das nicht ins Komische ziehen, dafür machen Deine Zeilen mir auch ein bißerl Sorgen.
Hast Du Dich schon mal nach einem Shrink umgeguckt? Ich denke mal, daß professionelle Hilfe vielleicht helfen kann (meiner hilft mir und tut mir gut).
Liebe Andrea, lasse Deine Gefühle ruhig raus … aber pass bitte bitte (höre ich mich jetzt an wie meine eigene Mutter) auf mit dem viel zu viel trinken und rauchen.
Kauf Dir ein Boxsack (Kissen tut es auch) und hau feste drauf – lass alles raus.
So eine Depression ist hart, alleine da rauskommen geht vielleicht gar nicht.
Ich denke an Dich und bete feste für Dich (bitte nicht falsch verstehen – das ist meine Art Hilfe von weit weg).
Ganz herzliche und liebe Grüße,
Eva – Maria
Kommentar von Eva-Maria — 17. Dezember 2008 #
Weisst Du, Andrea,
Du darfst dich fallen lassen in diese Depression. Du darfst ganz tief gehen. Ehrlich.
Du darfst bis zum Boden der Depression gehen. Ich wünsche Dir mut, diese Depression bis ganz unten zu gehen, ja, sogar durch den Boden hindurch krachen. Bis dahin, dann geht es aufwärts.
Ich wünsche Dir, dass Du die Angst davor verlierst. Du kennst diese Kälte, Einsamkeit, Leere. Und Du kennst das Leben eben anders. Darum: keine Angst vor der Depression.
Das ist eine Reise, die Du selbst machen musst. Es wird vorbei gehen, das ist der Trost. Kein Mensch vermag zu sagen, wie es danach aussieht, aber diese Zeit kommt gewiss.
Bis dahin wünsche ich viel Kraft und Mut zur momentane Situation.
Liebe Grüße,
Andrea
Kommentar von Andrea — 17. Dezember 2008 #
Liebe Andrea, so sehr wie ich dich bewundere, wie du die letzten Wochen und Monate bewältigt hast, so denke ich aber auch: „Laß es mal zu!“
Wünsche dir Zeit, mal nicht stark sein zu müssen und vielleicht einfach nur mal etwas für dich zu tun!
Denke oft an dich und wünsche dir all das was du jetzt brauchst und was du möchtest.
Liebe Grüße, Conny
Kommentar von Conny — 17. Dezember 2008 #
Ach liebe Andrea, ist es nicht schrecklich. Ich glaube wir sind uns sehr ähnlich, auch ich bin immer ein sehr hibbeliger und ungeduldiger Mensch gewesen.
Um die Kraft zu haben, gegen den Strom zu schwimmen, muss man sich manchmal auch treiben lassen. Eine sehr liebe Freundin hat mir in einer ähnlichen Phase der Sinnlosigkeit und Antriebslosigkeit diesen Satz zukommenlassen. Ich habe ihn verinnerlicht und aufgegeben, habe mich treiben lassen. Seitdem geht es mir besser.
Obwohl andere mich permanent versuchen zu motivieren, zum Sport etc., es ist halt einfach nicht die Zeit dafür. Vielleicht hilft es auch Dir, die Bude Bude sein zu lassen, den Wein am Abend zu genießen, genauso wie die Zigaretten. Es wird auch wieder anders sein. Und weißt Du was? Ich habe irgendwann einen zweiten blog aufgemacht, in dem ich mich völlig meinem Selbstmirleid und der Wut und der Antriebslosigkeit hingegeben habe, und immer noch waren Menschen da, die mich in diesen Dingen begleitet haben – und alleine das hat es ein ganz klein wenig wärmer gemacht, da wo das Herz ist. Vielleicht hilft es. Wenn Du mitlesen möchtest, schick mir eine email, denn dieser blog ist privat.
Ich habe in den letzten Wochen gelernt, dass eine gewisse Grundkälte im Herzen und diese Grund-Traurigkeit immer da sein werden. Sie wird nie wieder weg gehen- wir haben uns miteinander arrangiert. Dann geht es irgendwie, einen oberflächlich normalen Tagesablauf abzuspulen…
Alles Liebe Dir,
Claudia
PS Ich habe irgendwo den Spruch gehört „Die Nacht ist am dunkelsten bevor die Dämmerung anbricht“. Vielleicht ist was dran. Ich persönlich weiß nur nicht, ob nicht vielleicht am nächsten Tag noch dunkler wird? Aber das wird uns wohl niemand sagen können.
Kommentar von Claudia — 17. Dezember 2008 #
ach (((Andrea)))
Ich glaub, der Sumpf gehört mit zum Weg und irgendwann, rückblickend, wird sich dieses scheiß kalte, einsame Gefühl in das Rund mit einfügen. Jetzt sicher kaum vorstellbar
Ich stell dir ein Licht ins Fenster, damit du dich nicht im Sumpf verirrst und vor Augen hast, das irgendwo die Wärme auf dich wartet – ganz bestimmt!
Aki
Kommentar von Aki — 17. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
ich finde du hast dich wunderbar ausgedrückt, es gibt wohl keinen Menschen, der nicht versteht was da mit dir passiert.
Die Facetten der Trauer sind vielfältig, momentan durchlebst du eine kalte, eisige Zeit … es wird nicht so bleiben, es ändert sich wieder, und ja auch diese eklige, kalte, widerliche Sch…zeit gehört dazu…
es wird wieder runder, wärmer… ganz bestimmt
Delie
Kommentar von Delie — 17. Dezember 2008 #
hallo andera,
auch wenn du es anders ausdrücken wolltest,
bie botschaft, dass es dir heute wirklich schei…
geht und du dich einsam fühlst, ist angekommen.
leider kann ich dir kein patentrezept geben.
ich hoffe nur, dass es für dich bald etwas besser und leichter wird, und du einen weg aus dieser depression findest.
ich kann dir leider noch nicht einmal ein paar wärmende sonnenstrahlen rüberschicken, denn auch hier ist es nicht schön. man munkelt, es wäre seit 44 jahren der kälteste winter auf den kanaren.
trotzdem einen ganz lieben gruss, auch an jonas und laurin
yvi
Kommentar von yvonne — 17. Dezember 2008 #
ich sags noch einmal: andrea, wir alle sind immer für dich da, wir denken an dich und einige wissen wie es ist, wenn man so überaus beschie.. fühlt wie du im moment. ich will zu diesem zustand nichts sagen, es ist schwer ihn zu beschreiben. wenn aber überhaupt jemand das recht hat so zu fühlen, dann bist du es. bitte will nicht immer stark sein, mehr mut gehört manchmal zum traurigsein und zum wütend sein. die innere einsamkeit ist das schlimmste was es im leben auszuhalten gilt, aber du kannst es, das weiss ich. eines fernen tages wirst du plötzlich fühlen wie dir leicht ist als ob ein großer stein von deiner seele genommen worden wäre, am anfang weiss man das gefühl nicht zuzuordnen, denn man gewöhnt sich ja fast an den beschie.. zustand, aber ich konnte auf einmal wieder frei lachen, und das hat mir wirklich gefehlt, das habe ich erst da gemerkt. dann ist das meiste überstanden. und darauf wirst du sehr stolz sein dürfen.
sehr liebe grüsse
Kommentar von t. — 17. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
das ist keine Depression, das sind normale Trauerreaktionen. *Klugscheiß off*
Und der WEg durchs Trauertal kann noch tiefer weiter runter führen…..aber er geht auch wieder nach oben.
*noch mal kugscheiß*: Alles zu (D)seiner Zeit.
Lg von Birgit
Kommentar von Birgit — 17. Dezember 2008 #
Liebe (((((Andrea))))),
Kälte… ja, die fühlst Du jetzt, obwohl Du viele liebe Menschen um Dich hast… den Dir liebsten Menschen hast Du nicht mehr bei Dir, und dann hast Du alles Recht der Welt, traurig, wütend, depressiv zu sein und Dich kalt zu fühlen.
Was erwartest Du von Dir, nach diesem Marathon und diesem Verlust? Du kannst nicht nur funktionieren, so kurz „danach“ wieder fröhlich sein, und alles ist in Ordnung. Und ich schliess mich an – professionelle Hilfe könnte ein Weg sein, der das momentan Eckige wieder etwas runder macht.
Dann kommt auch irgendwann die innere Wärme wieder, und der Weg führt wieder nach oben. Bis dahin fühle Dich getragen durch Deine Freunde, durch die vielen unbekannten Gesichter, die Dich im www. begleiten und durch die Gewissheit, dass Du Michael letzte Tage bereitet hast, die nur ganz wenigen in einer ähnlichen Situation erleben dürfen.
Ich drück Dich und Deine tollen Jungs,
Uschi
Kommentar von Uschi (21581) — 17. Dezember 2008 #
ach andrea,
ja, diese kälte, die kenne ich.. immer wenn ich von meiner dunkelzeit rede, fange ich an zu bibbern, so richtig mit zittern und so und wundere mich jedesmal darüber.
„Denn so, wie die Liebe Dich krönt, kreuzigt sie Dich.
So wie sie Dich wachsen läßt, beschneidet sie Dich.
So wie sie emporsteigt zu Deinen Höhen
und die zartesten Zweige liebkost,
die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu Deinen Wurzeln
und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit.
All dies wird die Liebe mit Dir machen,
damit Du die Geheimnisse Deines
Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen
ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.“
auch das ist lieben. alles hat zwei seiten. licht und schatten.
mitbibbernde grüße
sandra
Kommentar von Sandra — 17. Dezember 2008 #
Wie Birgit und viele anderen schon sagen – nix Depression. Trauer. Nichts als Trauer.
Und wie sie auch sagt – der Weg geht da auch wieder raus. Nur eben nicht von allein. Du wirst ihn gehen müssen. Und ich weiß, wie alle, die wir hier lesen, wissen, du kannst das. Du setzt Fuß vor Fuß und machst das alles richtig. Und irgendwann kommt auch die Wärme zurück.
Fühl dich umarmt.
Biggi
Kommentar von Biggi — 17. Dezember 2008 #
Alle die hier vor mir geschrieben haben Recht. Ich kann es so gut mitempfinden.
Kommentar von rotegraefin — 17. Dezember 2008 #
Andrea, hier mein Tipp:
stürz dich in arbeit und mach deinen blog zum book, da wirst du auf andere gedanken kommen..
Nachträglich die besten gratulationswünsche von mir
Stelle in ein paar tagen einen song ins YT der die melodie von catsong wild world mit einem deutschen text verbindet mit dem Titel
„Winter Welt“
StaYTuned!
Alles gute nochmals vom
Heart-of-gold-sänger aka gibsonizer258
Kommentar von wolfmanstag — 17. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
meine Gedanken sind auch bei Dir – das ist doch einfach nur normal….Man kann nicht immer nur stark sein, rund laufen – und nach jedem Tief kommt ein Hoch (ei, das klingt blöd aber mir fallen keine besseren Worte ein).
Du bist eine so tolle und starke Frau. Ich lese immer in Deinem Blog und dauert es mal ein paar Tage bis neue Infos kommen, dann bin ich schon total unruhig und ungeduldig.
Du hilfst mit Deinen Worten so vielen Menschen, denk darüber nach ein Buch zu schreiben – das wäre denke ich ein Riesending, ein rundes….
(((Andrea)))
LG
Birgit
Kommentar von Birgit — 17. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
es ist alles ganz normal bei Dir. Es ist einfach so, wenn man trauert.
Rauf, runter, 2 Schritte vor und manchmal 3 zurück und dann wieder 4 Schritte vor.
Alles Liebe Elli
Kommentar von Elli — 18. Dezember 2008 #
Es geht abwärts und wieder aufwärts … doch wenn Du zurückblickst, wie ist da die Entwicklung insgesamt gewesen?
Selten habe ich mir so viel Zeit genommen, einen Blog komplett durchzulesen, obwohl er einerseits tieftraurig macht. Andererseits vermittelt er so viel gute Gefühle, Hoffnung und Leben, das er den Leser innerlich begleitet. Es geht, zwar mit Rückschlägen, beständig aufwärts. Du zeigst einen, das „bewusst hinschauen“ mehr bringt, als einfach zu verdrängen und bist im www zu einem wichtigen Vorbild geworden.
So bewegen Deine Worte zu tiefst viele im Geiste, so wie Du an den zahlreichen Reaktionen erkennen kannst. Und selbst in den Wellen hinunter gehen, sind sie bei Dir, begleiten Dich, fühlen mit Dir und versuchen Dir zu helfen, das tiefe Tal zu überwinden.
Vielleicht sollte alles so sein, dieser Schmerz und auch das Aufleben in Dir. Vielleicht hat das alles eine Sinn. Einen bedrohlich schmerzlichen – aber endlichen – für Dich; Einen neue Hoffnung gebenden für all Deine Leser!
Ich danke Dir für meinen Teil für alle Deine Tagebucheinträge und den Blick, den Du uns allen gewährst!!!
PS: Und ich weiß, das es auch bei Dir immer besser wird, auch wenn die dunklen Tage reichlich beschissen sind und einen schlagartig mehr Energie und Kraft kosten, als man zulassen möchte. Doch ist der Körper und der Geist eine Wunder der Natur, die einen immer wieder herausholen, gerade bei so offenen Menschen wie Du es bist
Kommentar von unverbluehmt — 18. Dezember 2008 #
Guten Morgen Andrea.
Aber was ist mit Deinen Kindern? Kannst Du nicht ein klein wenig Mut aus Deinen Kindern schöpfen? Wie sehen sie das, wenn es der Mutter so schlecht geht?
-
Verstehe mich bitte nicht falsch. Natürlich haben all meine „Vorschreiber/innen“ nicht unrecht.
Aber Selbstmitleid hilft nur wenig. Zorn da eher. Also frage Dich lieber weiter nach dem „warum“ und werde zornig darauf. Mit dem Resultat, dass Du Dir sagst: „Nun erst recht!“
Ich glaube, das ist dienlicher für Dich, Deine Kinder und das Leben danach.
-
Weißt Du, was ich hier in Deinem Blog vermisse?
Ein paar Zeilen an Deine Leser, Deine Tröster. Du hast hier soviele liebe Worte, liebe Freunde, soviel Zuspruch. Ich finde, all diese Leser und Kommentierende sind es wert, dass Du auch an sie denkst- oder antwortest Du ihnen etwa allen per mail?
Ich nämlich finde es außerordentlich, dass sich hier soviele Menschen zusammenfinden, um Dir Trost zu spenden und Dir beizustehen.
Das ist etwas sehr wertvolles. Und ziemlich selten.
Herzliche Grüße und alles Liebe.
H.
Kommentar von paradalis — 18. Dezember 2008 #
liebe andrea,
ich reich dir eine dicke decke, ein wärmendes licht, einen guten tee in dein loch. verweile etwas dort, ruh dich aus.
du musst nicht immer die tolle starke frau sein. wenn du dich gerade wie ein häuflein elend fühlst, dann darfst du das auch sein. du darfst augenringe habe, die haare unschön, die socken den 2. tag tragen, das deo darf versagen.
ich denke, auch diesen weg der trauer kannst du nicht umschiffen. der gehört dazu, der schmerz, der einen lebensunfähig macht und lähmt. nimm ihn an.
alles liebe anke
Kommentar von anke — 18. Dezember 2008 #
“Ein einziger Mensch fehlt dir, und die ganze Welt ist leer.”
(Philippe Ariès in: Studien zur Geschichte des Todes im Abendland)
Da können noch so viele liebe Menschen um dich/mich sein, es ist der, der fehlt und das tut weh, immer wieder, unverhofft.
Kommentar von mona lisa — 18. Dezember 2008 #
Liebe Tink,
wenn es was gibt, was dir gut tun würde, lass es mich wissen.
Ich bin auch der Meinung, dass das die Trauer ist, die dich gerade überrumpelt. Mich selbst hätte es vermutlich schon viel eher erwischt.
Ich wünsche dir viel Wärme für die nächste Zeit. Und ich kann dir immer einen Platz anbieten, falls du einen Ortswechsel brauchst. Mit und ohne deine beiden Jungs. Melde dich im Falle eines Falles.
Liebe Grüße, Kat
Kommentar von Kat — 18. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
ich schicke dir mal ganze Strände von von weissem, sonnenheissen Sandstrand. Zum reinlegen und drin aalen. Das wärmt dich ein bisschen und nach und nach, wenn du drin liegst, dann wird es auch innen warm. Soviel Liebe wie du zum Leben hast, soviel Liebe wie du gibst, soviel Liebe hast du auch für dich…und die wärmt dich nach und nach.
Jetzt ist das Wetter draussen wirklich nicht förderlich für deinen inneren Wärmeofen….also zauber dich nach Mexiko, in den sonnenheissen Sand , dreh dich hin und her, damit alles warm wird…..und du nicht mehr frierst.
Viel warme Sonne für Dich
Anne
Kommentar von Anne — 18. Dezember 2008 #
Eine Tür hat sich für dich geschlossen – und natürlich fühlst du dich jetzt allein gelassen, natürlich bist du jetzt ganz unten – wäre ja auch merkwürdig, wenn du das so einfach wegstecken könntest. Wein dich aus, schrei die Angst, den Schmerz und das Entsetzen heraus, und dann sieh dich um – dann wirst du sie sehen, die Tür, die sich jetzt für dich geöffnet hat – sie ist da, Andrea, und du wirst weitergehen und feststellen, dass es immer so weitergehen wird.. Türen schließen sich; andere öffnen sich – nein, du bist noch nicht soweit – ich denke, Weihnachten wird für dich nicht so werden, wie es sein sollte – ich umarme dich in Gedanken
Karin
Kommentar von 1leben — 18. Dezember 2008 #
Dieser Blog ist kein Jahrmarkt der Eitelkeiten.
Annie
Kommentar von Annie — 18. Dezember 2008 #
An H, weiter oben:
jeder mensch ist doch anders, nicht wahr?
und ich finde, dass man nach so einem Verlust alles an Gefühlen haben kann und darf, was es gibt.
Sei es nun Selbstmitleid oder Wut odersonst was.
Auch Selbstmitleid kann einem manchmal helfen……
und so lange nicht eine Reaktion massiv in eine Richtung tendiert, kommt auch das Gleichgewicht wieder zurück.
Für Außenstehende nur manchmal etwas zu langsam.
Ach ja, ich habe über mein „mich-selbst-bemitleiden-können“ gelernt, andere auch bemitleiden zu können.
aber wie oben schon gesagt, jeder ist anders, und DAS Rezept gibt es nicht.
Kommentar von Birgit — 18. Dezember 2008 #
ät Annie:
Danke! Hab ich auch grad gedacht!
Andrea, ich denk jeden Tag an Euch!
LG Uschi
Kommentar von Uschi (21581) — 18. Dezember 2008 #
paradalis
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wie soll es denn einer mutter gehen, wenn der vater gestorben ist? gut? wäre das gut für die kinder? was würde das mit den gefühlen der trauer in den kindern machen?
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woher meinst du zu wissen was „dienlicher“ in andreas leben ist? woher meinst du zu wissen welches gefühl nun das richtige für andrea und ihre jungs ist? was befähigt dich zu solchen aussagen?
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du solltest mal dahinterschauen, warum sich hier alle bei andrea bedanken, weil sie in diesem blog so viel von ihr bekommen und nur du das gefühl hast, dass du zu wenig bekommst.
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grüße
sandra
Kommentar von Sandra — 18. Dezember 2008 #
Ich habe keine Erfahrung mit Todesfällen in der nahen Verwandtschaft. Dafür aber mit Depressionen, Tabletten, Therapien und sogar einem dreimonatigen Klinikaufenthalt (erst dieses Jahr). Dort habe ich zwei Dinge gelernt:
1. Wer unter Depressionen leidet, ist krank – und kann nichts dafür. Zur Krankheit gehört aber das Symptom, genau daran nicht glauben zu können und sich ständig selbst dafür fertig zu machen. – Und das ist das Schlimmste, was man tun kann.
Erst, als ich angefangen habe, meinen Zustand mit aller Kraft- und Motivationslosigkeit zu akzeptieren als das, was es war: Eine Phase, ein „Stopp“ meines Körpes (nimm mich wahr! Ich kann nicht mehr!) aufgrund verschiedener Ereignisse + den entsprechenden genetischen Voraussetzungen
… erst ab diesem Zeitpunkt ging es bergauf.
2. Es geht wieder bergauf.
Irgendwann kommt der Antrieb, die Freude, die Kreativität, die Lust und Leidenschaft und die Wärme wieder. Auch wenn man sich das vorher nicht hat vorstellen können. Und dann ist es umso schöner und war fast die Erfahrung wert … Aber auch nur fast!
Kommentar von Lisa — 18. Dezember 2008 #
ach ja: Duschen zu dieser Zeit? – Fuchtbar anstrengend, absolutes Pflichtprogramm.
Schminken und hübsch machen? Wofür denn?
Und heute mache ich nichts lieber als all das
Kommentar von Lisa — 18. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
nun hatte ich nicht gratuliert – hole es aber jetzt ausdrücklich nach und finde auch: Doch, das ist dein Tag und das soll er auch sein.
Und in diesem Jahr sollte er halt unrund sein – den neutralen Betrachter wird das kaum verwundern.
Ich bin sicher, dein nächster Geburtstag wird rund(er)!
Außerdem glaube ich, dass ich an deiner Stelle ganz gewiss viel zuviel trinken würde und vielleicht sogar wieder anfangen zu rauchen. Und ich wäre auch sähr ungeduldig mit mir.
Ich glaube aber auch, dass du die Eigenschaft besitzt, dich zur Not am eigenen Zopf aus dem Müll ziehen zu können und ich glaube, das weißt du selber auch, hast den Gedanken bloß gerade verlegt.
Den findest du wieder, bestimmt!
LG,
Britta
Kommentar von Bridda — 18. Dezember 2008 #
Hallo Sandra, wie wäre es, wenn Du vielleicht erst einmal bei mir dahinter schauen magst? Es könnte durchaus sein, dass da auch etwas ist, von dem Du (ganz sicher!) nichts weißt? Merkst Du was? Du setzt Deine eigene Aussage außer Kraft.
Aber hier ist nicht der Ort für diese Diskussionen zwischen uns. Du kannst mich gern anschreiben, wenn Du dieses Thema ausführen möchtest. Ansonsten wirst Du mir auch weiterhin gestatten müssen, sofern es Andrea nicht stört, meine Gedanken zu diesem Blog zu äußern.
Danke.
-
Liebe Birgit, weiter oben.

Natürlich. Und wie ich auch früher schon einmal schrieb, hat Andrea das ganze Recht der ganzen Welt, um so zu sein, wie sie sein mag.
Allerdings darf ich doch meine Gedanken äußern?
H.
Kommentar von paradalis — 18. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
ja, ich denke, DAS ist die Trauer. Sie kommt immer wieder – mal stärker, mal schwächer. Das sind keine Depressionen, Du bist nicht krank!
), rede, schweige, tu das, was Dir hilft (naja, trinken und rauchen empfehle ich jetzt nicht, ist wohl nicht sooo gesund…)
Weine, wenn Dir danach zumute ist, schreie (vielleicht nicht gerade dann, wenn Deine Jungs neben Dir sitzen
Wenn ich darf, werde ich auch weiter für Dich beten. Ich glaube nicht nur daran, dass es hilft, ich weiß es – habe ich schon soooo oft erlebt!
Und ich denke nicht, dass die, die Dir hier schreiben, Deinen Dank brauchen!!!
Ganz, ganz liebe Grüße aus Teltow bei Berlin, Carmen
Kommentar von Carmen — 18. Dezember 2008 #
Hallo Andrea, du bist nicht krank, sondern in tiefer Trauer und das ist eine gesunde Reaktion auf eine erschütternde Erfahrung. Mir ging es im ersten Trauerjahr ständig schlimmer. Nach 1 Jahr war ich der schieren Verzweiflung nahe. Im 2. Jahr habe ich nach und nach meine Ruhe wiedergefunden. Seit dem 3. Jahr ist die abgrundtiefe Trauer einem gleichmäßigen milden Schmerz gewichen. Im Februar 2009 ist der 10. Todestag meines Freundes, ich vermisse ihn und manchmal weine ich auch wieder um ihn.
So ist das eben, wenn ein Stück vom Herz abbricht.
Die Lücke bleibt. Lieben Gruß
Kommentar von scarbo — 18. Dezember 2008 #
Um das richtig zu stellen … Ich denke auch nicht, dass Du, Andrea, krank bist. Ich wollte nur ein bisschen von meinen Erfahrungen mit großer Verzweiflung und Trauer erzählen weil ich denke, dass das ähnlich „abläuft“, wie Verzweiflung und Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen. Und weil ich glaube, dass sowohl in dem einem, wie auch im anderen Fall wichtig ist, dass man es für den Augenblick so akzeptieren, wie es ist. (Was nicht heißt, dass man nichts dagegen tun kann).
Ich hatte zumindest das Gefühl, dass hier ebenfalls – wie bei mir damals – große Schuldgefühle (und nicht-genügens-Ängste) mit im Spiel sind und das sind einfach unangebrachte Gefühle. In beiden Zuständen.
Kommentar von Lisa — 18. Dezember 2008 #
Liebe H.
natürlich darfst Du Deine Gedanken äußern, aber es kommt halt auf das „Wie“ an.
grüße von Birgit
Kommentar von Birgit — 18. Dezember 2008 #
Was willste machen, liebe Andrea. So sind die Tage und Tage und Tage. Dieses Grau tut das übrige. Bist mittendrin in dieser Unzeit. Und die geht auch nicht so schnell. Aber sie geht…gerade so, Schritt für Schritt. Jetzt ist halt gerade diese ein Schritt vor und zwei zurück Zeit. Aber alles wird gut werden. Ganz bestimmt.
Damals, als ich mitten in dieser Unzeit feststeckte, schrieb ich dies:
Manchmal fühle ich mich
wie ein Koffer
der auf dem Gepäckband
einer verlassenen Ankunftshalle
seine Runden dreht
Alles Liebe dir
Otto
Kommentar von Otto Lenk — 18. Dezember 2008 #
Das ist Trauer. …. wenn ich jetzt wüsste, ob ich was für dich tun kann, und wenn ich wüsste was dir gut tut.
Liebe, ich denke an dich.
DDagi
Kommentar von B-blüte — 18. Dezember 2008 #
Liebe Andrea,
ich schick dir einfach Wärme für deinen kalten Körper, damit es dir ein bißchen Warm wird! LG Heike B. aus dem Sauerland
Kommentar von Heike — 18. Dezember 2008 #
Ja und? Du hast halt im Moment nicht alles im Griff,……….drauf geschissen!
Irgendwann wird der Schmerz zwar nicht weg, aber erträglicher sein und dann,……………ja dann hast du auch alles wieder im Griff.
Es ist keine Schande sich mal treiben zu lassen, sich seinem Sumpf zu ergeben und einfach mal so zu leben als wäre nichts okay, denn es ist nichts okay zur Zeit.
Solche Phasen sind wichtig für die Trauer und sollten nicht ausgeblendet werden, auch wenn man am liebsten drauf verzichten möchte.
Ich schick dir eine wärmende Umarmung und hoffe, dass bald ein paar Sonnenstrahlen deine innere Kälte etwas aufwärmen.
Liebe Grüße
Jen
Kommentar von Jen — 18. Dezember 2008 #
Akzeptiere Dich, hab Dich lieb, umarme Dich, mag Dich, dann wird die Kälte weichen. Glaube mir, es sind nicht Worte des Trostes, es ist Selbsterfahrung.
Kommentar von senfundkren — 19. Dezember 2008 #
Ich wünsche Dir ein warmes Weihnachten.
Kommentar von velam — 20. Dezember 2008 #
Hallo Andrea!
Ich bein erst seit Kurzem bei WordPress und bin vorhin zufällig über dein Blog gestolpert.
Nach ein bisschen Stöbern, möchte ich dir jetzt zwei Dinge sagen:
1. Mein herzliches Beileid
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie hart das Leben nach dem Tod einer nahestehenden Person ist. Aber ich weiss auch, dass der Schmerz irgendwann wieder nachlässt.
2. Alles gute zum Geburtstag
Ich hoffe, er hat dir wenigstens ein bisschen Freude bringen können…
Das Leben ist wie eine Landschaft. Es gibt Berge und es gibt Täler. Nach einem Tal kommt immer ein Berg…
Ähm… ach ja nochwas…
Ungeduld? Hätte nicht gedacht, dass es noch jemanden gibt, dessen zweiter Vorname Ungeduld lauten könnte…
Über die Ungeduld hab ich Folgendes gelernt: Manchmal ist sie hinderlich, aber meistens ist sie wie ein Motor, der dich antreiben kann.
Unbekannterweise liebe Grüße
Nochmal alles Gute…
Kommentar von shatteredsoul3 — 20. Dezember 2008 #