Eine wunderschöne ‘Schief’

25. Oktober 2008 at 11:37 | In Blog | 37 Comments

Immer, wenn ich mit Anna im ICQ chatte, erfinden wir Abkürzungen für Begriffe, die wir oft benutzen. Das Wort ‘Abschiedsfeier’ kam natürlich ganz oft auf in den letzten Tagen und wir fanden es lästig, dieses lange Wort immer auszuschreiben. Kurzerhand wurde daraus die ‘Schief’.

Die ‘Schief’ war also gestern, und sie war wundervoll.

Als ich am Morgen aufwachte, war ich sofort total elektrisch. Würde alles gutgehen? Würden wir alle durchhalten? Würde es so werden, wie es geplant war?

Gegen Mittag fuhr ich mit den Jungs und zwei Taschen Gepäck zum Bestatter. Wir bereiteten die Dekoration vor, die Musiker übten ihre Stücke, der Bestatter kümmerte sich um die Technik und hatte alles parat, was wir vergessen hatten. Im Foyer des DomSaals gibt es ein Podest aus Marmor und dahinter eine Steinwand. Auf dem Podest stellten wir die Momente-Box auf, ein Bild vom Garten meiner Eltern, das Michael gemalt hat und einen Korb mit Butterhörnchen. Es gab Teelichter, die von den Gästen angezündet wurden, und auf der Wand dahinter hing gerahmt das Foto, das wir für Michaels Anzeige benutzt hatten.

Es trudelten viele Gäste ein, aus allen Lebensabschnitten von Michael gab es Vertreter. Ich habe für mich aufgeschrieben, wer dort war und bin bisher bei 90 Menschen angelangt. Und unser Hund war natürlich auch dabei.

Die Jungs hatten es sich dann doch anders überlegt und lasen das Programm nicht vor. Aber sie verteilten die Karten, die Moni so schön gestaltet hatte, auf grauem Papier und mit einem Foto von Michael.

Wir gingen dann in den Saal. Auf und vor dem Sarg lagen Blumen, Bilder und goldene Sterne. Ich hatte ein Tuch auf den Sarg gelegt, mit Kastanien aus dem Römerpark beschwert und mit seinem Lieblingsparfum besprüht. Auf der Wand neben dem Sarg lief eine Diashow mit Fotos von Michael und als Musik gab es das, was er sich für seine Abschiedsfeier gewünscht hatte, unter anderem ‘Spain’ und ‘La Fiesta’ von Chick Corea.

Unser Kleiner bekam von seiner Freundin einen Brief von den Klassenkameraden überreicht, den er unbedingt noch öffnen wollte. Dann ging Jens ans Klavier, sang und spielte eins der Lieder, die er für Michael geschrieben hatte, ‘A Million Ways’. In dem Moment, als Jens anfing zu singen, hat der Kleine bitterlich geweint, weil er den Brief aus der Klasse so schön fand und alles doch traurig und doof war. Den Rest der Feier verbrachte er auf meinem Schoß.

Als Jens das erste Lied beendet hatte, trat Michaels Seelsorger, Herr Goebel, ans Pult und trug einen schönen Text über ihn vor, ließ sein Leben mit Daten Revue passieren und bot eine Quintessenz seiner Gespräche mit Michael dar. Ein sehr bewegender Text, durch den deutlich wurde, dass Michael aus seiner Krankheit und deren Verlauf auch sehr viele positive Dinge gezogen hatte. Dass er durch die bevorstehende Endlichkeit seines Lebens diese verbleibende Zeit bewusst gestalten und auch genießen konnte. Es ging um äußere und innere Horizonte, die sich gleichlaufend verkleinerten und vergrößerten, es ging um Licht und um die Sonne.

Danach spielte Michaels Bruder Helmut ein Klavierstück, das er für ihn komponiert hatte. Im Anschluss daran trug seine Frau Elisabeth Texte und Gedichte vor, schöne Texte, alle passend und wunderbar.

Als nächste trug Michaels älteste Nichte Johanna Stücke auf der Flöte vor, zum Teil mit Klavierbegleitung durch ihren Vater, zum Teil allein. Sie erntete dafür später sehr viel Bewunderung, so wie alle anderen Vortragenden auch.

Nach Johannas Flötenspiel ging Marliese zum Pult und trug die ‘Worte der WegbegleiterInnen’ vor, die Klaus aufgeschrieben hatte. Es war ein so schöner Text! Jens spielte dann das zweite Lied für Michael, ‘I hope you feel better now’. Mich macht es im Normalfall schon immer ganz fertig, wenn Jens mit seiner kraftvollen Stimme singt, in der so viele Emotionen mitschwingen. In diesem Moment passte es besser denn je und die Tränen liefen.

Zum Abschluss der Feier wurde ein Video gezeigt. Michael hatte im Dezember 2006 zusammen mit den Jungs ‘Let it be’ von den Beatles eingespielt. Der Kleine hatte ein Schlagzeug aus Kartons, Töpfen und Eimern. Der Große spielte Gitarre auf unserer alten Geige, die keine Saiten mehr hat. Und Michael saß mit Sonnenbrille und im Anzug am Flügel, den wir damals erst kurz hatten und der noch total verstimmt war. Ich nahm alles mit der Kamera auf. Michael schnitt dann später beim WDR den Film zurecht und legte den Song der Beatles obendrüber. Dieses Video fand schon damals ganz großen Anklang in unserem Freundeskreis. Und gestern war es ein wunderbarer Abschluss. Alle lachten über lustige Szenen und am Schluss des Videos gab es brandenden Applaus.

Geplant war es nicht, aber ich tat es dann trotzdem. Ich stand auf, ging zum Sarg und sagte ein paar Worte, die ich mir später erzählen lassen musste, weil ich sie augenblicklich vergessen hatte. Ich sagte, dass dieses Video aus unserem alten Leben ist, dass aber auch das neue Leben ein Gutes war. Ich bedankte mich bei Michael und sagte, zu den Kindern gewendet, dass es mit diesen coolen Kindern sehr gut weitergehen wird und habe mich noch bei allen Gästen bedankt, die gekommen waren.

Manche Gäste unterhielten sich dann noch im Foyer und im Saal, einige blieben sitzen und schauten weiter die Diashow an, einige gingen nach vorne zum Sarg und verabschiedeten sich. Später sagte Elisabeth zu mir, dass sie das Gefühl hatte, dass unsere Handabdrücke auf dem Sarg die Distanz genommen haben und dass dadurch auch viele andere Menschen keine Scheu hatten, ihre Hände auf den Sarg zu legen.

Die Gesellschaft löste sich allmählich auf. Ein Teil wurde von meiner Schwiegermutter zum Kaffee in ein nahe gelegenes Hotel eingeladen. Ich verabschiedete mich noch von den letzten Leuten und ging dann noch einmal in den Saal zum Sarg und sagte zu Michael, dass das eine tolle Feier war, die er mehr als verdient hat. Dann ging ich alleine die Straße runter zum Hotel, sehr glücklich über alles, über das Runde und Stimmige, das weiterging und das blieb.

Der Kaffee war auch sehr schön, es gab viele schöne Gespräche mit allen, vor allem mit Michaels alten Schwabenfreunden. Wir blieben bis gegen sechs Uhr, müde, aber glücklich. Ich fuhr mit den Jungs zurück in die Südstadt, wo wir noch kurz mit unseren Helferfreunden im Haptilu etwas aßen.

Dort hatte ich die Momente-Box hervorgeholt und gesehen, dass es ganz viele neue Karten gab. Die, die mich in dem Moment am meisten beeindruckt hat, war diese hier:

Gegen halb neun gingen wir nach Hause, begleitet von Jens und seinem Sohn und dem Plan, dringend mal zusammen heulen zu müssen. Das werden wir bald machen.

Mit den Kindern spürte ich im Bett dem Tag nach, wir kuschelten und redeten und waren so müde.

Es war ein wunderbarer Tag, und es war eine wunderbare ‘Schief’. Ich wünsche mir, dass alle, die dort waren, etwas vom Runden mitnehmen konnten.

- Andrea

37 Kommentare »

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  1. Liebe Andrea

    ich bin erst sehr spät auf deinen Blog gestoßen und habe hab da das geschehen um Michael, Dich und Eure Söhen verfolgt…
    Dein heutiger Blog ist so schön geschrieben, man merkt, wie gut euch dieser schöne Abschied getan hat…

    Ich schicke Euch ganz viele Umarmungen nach Köln…
    Sandra

  2. ((Andrea, Jonas, Laurin))

    ..hier laufen gerade die Tränen.
    Danke für diesen Bericht….

    Alles Liebe für euch
    Steffi

  3. so, bis hierhin war ich stille uinbeteiligte mitleserin. mal mehr mal weniger (un)beteiligt.

    aber jetzt, jetzt muß ich doch auch noch was schreiben.
    was für eine lebendige schief !
    ich wünsche mir, so etwas könnte und würde es öfter geben.
    wunderbar habt ihr das gemacht für und auch mit michael.
    wer so tolle ideen hat, braucht vor der zukunft keine angst zu haben !

    trotz allen traurigem mitfühlens,fröhlich gestimmte grüße nach köln sende!

  4. Liebe Andrea,

    Für Dich läuft Tag 1 einer neuen Zeitrechnung und ich wünsche Dir von Herzen alle Power der Welt – Du wirst sie brauchen. Black Holes werden lauern auf Deinem Weg und man kann nicht (und sollte vielleicht auch gar nicht) versuchen allen auszuweichen.

    “People are afraid of themselves, of their own reality; their feelings most of all. People talk about how great love is, but that’s bullshit. Love hurts. Feelings are disturbing. People are taught that pain is evil and dangerous. How can they deal with love if they’re afraid to feel? Pain is meant to wake us up. People try to hide their pain. But they’re wrong. Pain is something to carry, like a radio. You feel your strength in the experience of pain. It’s all in how you carry it. That’s what matters. Pain is a feeling. Your feelings are a part of you. Your own reality. If you feel ashamed of them, and hide them, you’re letting society destroy your reality. You should stand up for your right to feel your pain.”
    (Jim Morrison)

    Take care, my dear!!!

    Wir sehen uns sicherlich die nächsten Tage – ob inner Kaffebud oder Schänke aufn Bier. Es würd mich freuen.

    Ganz lieben Gruss von Nebenan

    der schwerhörige Sven

  5. Liebe Andrea,
    wie oft habe ich schon vor Deinem Blog gesessen und geweint. Aber heute erfüllt mich noch einmal neben den Tränen ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit, all dies so miterleben zu dürfen. Ich habe Dich und Michael nie persönlich kennen gelernt. Und doch habe ich mittlerweile das Gefühl, Euch zu kennen. Es tut mir alles unendlich leid, aber zugleich danke ich Dir von ganzem Herzen, dass Du alle hier teilhaben lässt an Deinem/Eurem schweren Gang von Leben und Tod, von Lachen und Weinen, von glücklichen Stunden und dunklen Gedanken. Danke für das alles. Alles, was ich machen kann, ist Dir und Deinen Jungs alles erdenklich Gute zu wünschen. Ich freue mich sehr für Euch, dass die „Schnief“ so rund und gut für Euch war. Die Idee mit dem Video ist wunderbar.
    Ich bin in Gedanken oft bei Euch.
    Viele, viele Grüße
    Miriam

  6. Liebe Andrea, lieber Laurin, lieber Jonas,

    ich fühle mich als ob ich dabei gewesen wäre. Auch mir rollen die Tränen runter. Was für eine schöne Schief!

    Danke, daß Du das alles mit uns teilst.

    Eva – Maria und Ansgar

  7. Meine Liebe,

    ist es schön so berührend geschrieben, wie mag es wohl „in echt“ gewesen sein ….

    Ich hab es mir ganz ruhig gemacht gestern, ich saß sehr lange am Küchentisch, hab gelesen, einfach nur nachgedacht oder aus dem Fenster gesehen.

    Ab und zu bin ich an den PC gegangen, habe ein paar mails geschrieben und ins BZ geschaut.

    Ich habe den Fernseher nicht angemacht; ich wollte die Insel so lassen wie sie war. Eure Insel.

    Die große Katze war so schmusig und alles war so still und so friedlich und so leise, danke, das ich ein wenig teilhaben durfte.

    Und ja, die Jungs sind wahrlich Goldstücke!

    Liebe Grüße

    Dago

  8. Liebe Andrea
    vielen Dank für den berührenden Bericht über die „Schief“ (da musste ich schmunzeln, sowas kommt nur von Dir :°°) )
    Es liest sich alles so … ja, „rund“ – der Ausdruck, den Du im Zusammenhang mit Eurer letzten Zeit verwendet hast, passt wohl am besten, treffender kann man es nicht ausdrücken.
    Bei mir laufen jetzt die Tränen.
    Und ja – auch wenn ich nicht dabei sein konnte, so habe ich doch durch Euch vieles für mich lernen dürfen. Danke, Andrea, dass Ihr uns so teilhaben lasst.
    In Gedanken auch heute bei Dir und Deinen beiden großartigen Söhnen,
    Karin

  9. oh mein gott, ich habe so grossen respekt vor euch !!!
    ich drücke euch mal aus der ferne und wünsche euch alles gut für das leben „danach“…
    du schaffst das, weil du eine grossartige frau bist…
    alles liebe, mel

  10. Liebe Andrea,

    danke – danke dafür, dass Du diese so intime und persönliche Momente mit uns teilst.

    Ich glaube, nicht nur Michael, Du und die Jungs haben in dieser Zeit sehr viel gelernt.

    Du glaubst es wahrscheinlich nicht, aber Du hilfst sehr vielen Menschen draußen vor den Bildschirmen. Sich über den Abschied Gedanken zu machen, und sich mit dem Tod und allem was dazu gehört sich auseinander zusetzen.
    Am Anfang, als ich diesen Blog las, war ich nur Leser, später und auch jetzt lebe ich diese, Eure Geschichte so intensiv mit, als wäre es ein Teil von mir.
    Unvorstellbar noch vor ein paar Monaten, dass ich den Tod eines mir völlig unbekannten Mannes beweine. Sehr oft Geschehen beim Lesen des Blogs in den letzten beiden Wochen.

    Es war eine sehr schöne Feier, rund und stimmig, wie ihr es Euch gewünscht habt.

    Ach Andrea, wenn ich Deine Zeilen lese, in den soviel Liebe, aber auch Realität mitschwingt, läuft mir das Herz über. Um Deine Worte zu benutzen.

    Ich nehm Dich einfach still in den Arm, und wünsche Dir für Deine weitere Bewältigung der Situation und der Trauer viel Kraft und Mut!

    Susanne

  11. Liebe Andrea,

    danke für diesen wundervollen Bericht. Er so toll geschrieben, man kann sich alles so vorstellen, als wäre man dabeigewesen. Danke das du uns dran teilnehmen läßt! Es ist sehr ergreifend! LG Heike aus dem Sauerland

  12. …ich glaube, das ist der „schönste“ Abschied, den ich je gelesen habe!! Voller Zauber, voller Licht, Lachen und Weinen – alles. Und alles zusammen rund.
    Und die Anzeige! Ich habe noch nie eine so schöne und liebevolle Todesanzeige gesehen und gelesen. Sie leuchtet aus sich selbst heraus, das Foto von Michael ist wunderschön.

    Lieber Michael, alles Gute auf dem Weg (vielleicht bist Du auch schon längst angekommen?) und paß´ gut auf Deine Schätze „hier unten“ auf.

    Und Dir liebe Tinka, wünsche ich einfach alles. Alles, was Du jetzt brauchst.

    Liebe Grüße,
    Martina

  13. liebe andrea,

    den ganzen gestrigen tag, wie die wochen vorher war ich in gedanken bei euch
    und abends dann der besuch vom schon seit einem jahr geplanten reinhard-mey-concert.

    durchs ganze concert zog sich das thema *liebe*.
    immer und immer wieder.
    und ich bin mir ziemlich sicher, er sang auch für dich und michael und eure jungs.

    *lass liebe auf euch regnen…*

    danke fürs teilhaben-lesen an der schief und überhaupt,
    gruz vom bloxberg,
    carmen, sehr berührt…

  14. Liebe Andrea,
    ich habe mal wieder Tränen in den Augen.

    Gestern habe ich viel an Euch gedacht. Es ist so schön, wie Du von der Trauerfeier geschrieben hast und ich freue mich, dass es „rund“ war.

    Für Euch weiterhin alles, alles Gute,
    Petra

  15. liebe andrea,
    es gehört sicher auch eine portion mut dazu, eine solche „schief“ zu gestalten, fernab von irgendwelchen normen. und es liest sich genauso mutig und wohl auch authentisch wie alles, an dem du uns in den letzten monaten hast teilhaben lassen. es freut mich sehr für euch, dass ihr tatsächlich so abschied nehmen konntet, wie ihr es euch gewünscht habt.
    mal wieder tief bewegt,
    nina

  16. Andrea,

    ich sitze hier und weine :°-(

    sehr ge- und berührt,
    Katrin

  17. Liebe Andrea,
    wir kennen uns nur sehr flüchtig aus Schulzeiten und einen richtigen Draht hatten wir nicht wirklich zueinander. Über die gleiche „Leidenschaft“ beim Aufblättern erst die Todesanzeigen zu lesen bin ich auf Eure Geschichte gestossen. Andrea, Dir gilt mein voller Respekt. Du bist klasse. Ich bin sehr berührt. Dir und Deinen beiden Jungs wünsche ich weiterhin soviel Kraft… Es ist für mich sehr schwer zu beschreiben was ich denke (zumal mein vierjähriger Junge die ganze Zeit dazwischenquasselt)aber ich denke viel an Dich, an Meinungen die man sich bildet, warum man sich diese bildet über Leben und Tod und vieles mehr….Danke schön, dass Du mich so zum nachdenken angeregt hast….
    Du bist ne Prima Frau! War mir ein Bedürfnis Dir das mitzuteilen…
    Sei lieb gegrüßt und gedrückt! Vera

  18. *wein*

    Ja, Andrea,

    ich bin sicher, dass jeder Anwesende etwas mitnehmen konnte – selbst ich, die „nur“ in Gedanken bei Euch war, nehme die Wärme und das Runde mit.

    Und ja, diese Karte ist beeindruckend! Das Team um Herrn Kuckelkorn erlebt unzählige Abschiedsfeiern – und wenn die Eure SO beeindruckt, dann habt Ihr alles richtig gemacht!

    Alles Liebe
    Chris

  19. liebe andrea,
    ich musste gestern den ganzen tag an euch denken.
    ganz besonders dann um 12.30 uhr, da wir hier ja eine andere zeit haben.
    vielen lieben dank für den tollen und super geschrieben bericht.
    ich konnte mir alles ganz genau vorstellen.es ist einfach unglaublich und ich glaube nicht, dass es häufig solche schief´s gibt.
    falls ihr mal raus aus köln möchtet, suche ich euch hier gerne eine schöne unterkunft. hier ist es leider einwenig eng.
    ein wenig ruhe für die nächsten tage wünsche ich euch und einen lieben gruss an jonas und laurin.
    yvi

  20. so schön.
    Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für die Zeit, die nun folgt.
    Liebe Grüße
    Eva

  21. Liebe Andrea!

    Jac hat mir gestern schon kurz am Telefon geschildert, wie anrührend und, ja, „stimmig“ alles gewesen sei.

    Wie „gut“, dass alles, inmitten der Tragödie (die nach wie vor eine ist und bleibt) doch so gelaufen ist, wie es ist – „rund“, ohne die Bitterkeit am Ende, etwas versäumt zu haben, was man noch hätte tun wollen und können…

    Wenn du magst, sehen wir uns im November – ich meld mich, ja?

    Bussi und alles alles Liebe von Michi

    In Gedanken war ich jede Minute bei euch.

  22. Liebe Andrea,
    ich habe immer mal wieder in Deinem Blog gelesen und mit euch gehofft…
    Der Bericht von gestern liest sich wirklich wunderbar,als wäre man dabei gewesen. Ich kann mir vorstellen daß, das Team um Christoph Kuckelkorn alles wunderbar gestaltet hat.
    Ich wünsche Dir und den Kindern ganz viel Kraft!!

    Liebe Grüße, Kati

  23. Liebe Andrea,
    heute kann ich über deine Worte wirklich nur weinen…..es berührt mich so tief.

    Alles Liebe für euch
    Manuela (2770)

  24. Liebe Andrea,

    ich kann mir Martina nur voll und ganz anschließen.

    Liebe Grüße
    Sonja

  25. Mensch Andrea,

    ich sitze hier auf meinem gelben Sofa und bin tief berührt, weine weil deine Worte alles so klar und sanft schildern und …weil ihr das alles so rund machen könnt.

    Ich bin so froh, dass eine solche Abschiedsfeier möglich ist. Die meisten Anzeigen/Trauerfeiern sind doch eher dünster und von Angst geprägt…ich weiß wovon ich rede *seufz*, berufsbedingt…

    Ich drücke dich ganz dolle
    Ella

  26. Andrea,

    Du hast mit Deinen Erzählungen und Berichten hier so viele Tabus um den Tod gebrochen und hast das Ende des Lebens in das Leben selbst gesetzt. Dafür möchte ich Dir mal ganz herzlich danken.

    Liebe Grüße Elli

  27. Liebe Andrea!

    Danke, das Du „uns“ von der „schief“ berichtet hast. Wunder wunderschön hört sich das alles an, soviel Liebe und Wärme.:°-(

    Danke Dir, daß Du uns an „allem“ teilhaben lässt.

    Weiterhin viel Kraft und alles erdenklich Gute für Dich und die Klasse Kids :-)

    stille Grüße Marie

  28. Liebe Andrea DANKE!!Ich durfte an der „Schief“ aus der fernen Schweiz doch noch teilhaben.Es tut so gut eine solche Familie zu lesen.Wie ihr mit allem umgeht ist einfach nur so toll, schön, beeindruckend und für mich persönlich und mein Empfinden selbstverständlich.Danke und alles, alles Liebe auf euren neuen und weiteren Wegen.Tief berührt sende ich liebe GrüssePamela

  29. mein lieb,
    es war wahrlich der welt schönste schief die es geben kann.
    es war so wie ich die schief der jungs erlebt habe.
    richtig.
    richtig und gut und schön im schlimmen,
    so wie bei euch alles war.
    stimmig. rund.
    und so wird es bleiben,
    ihr könnt das,
    hat gestern jemand gesagt und dieser jemand hat recht. ;-)

    danke das wir dabei sein durften, danke für alles was ihr uns gegeben habt.
    danke für so viel echtheit, für so viel gutes und wichtiges,
    für alles.

    das KO team ;-)

  30. Liebe Andrea,

    ich möchte dir einfach nur von Herzen danken, daß du uns an eurem Abschied hast teilhaben lassen.

    Ich denke, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, daß ich so viel Mut, Liebe, Hoffnung, Wärme, Sonnenschein etc. aus deinem Blog ziehen durfte, deine Worte lassen mich innehalten, lenken den Blick aufs Wesentliche, hab Dank dafür.

    Euch für einen kommenden Weg ohne Michael alles, alles Liebe, im Herzen wird er euch immer begleiten.

    Sabine

  31. liebe andrea,
    so eine schöne anzeige, alles schön und rund das es mir die tränen in die augen treibt :°°)
    überwältigt, marisa

  32. Liebe Andrea, lieber Jonas, lieber Laurin,

    Eueren Blog habe ich erst kurz vor dem Tode Eures Papas zum ersten Mal gelesen. Und jetzt musstet Ihr Ihn verabschieden .. aber Ihr habt nicht nur diese Anzeige gut gemacht – wie ein Engel, schon durch das Licht beleuchtet sieht er aus.
    Was kann ich Euch senden außer Kraft, und dem Versprechen meine beiden Buben (12 Jahre) mit liebevoller Aufmerksamkeit zu beachten.
    Ich bin im gleichen Jahr wie Michael geboren ..
    und weil ein Leben so wichtig ist, und jeder Tag ein Geschenk ist, und Euer Leben uns Alle so schmerzhaft Darauf aufmerksam gemacht hat, Danke ich Euch!
    Karin

  33. Liebe Andrea,
    ja, das „Runde“ war glaube ich, für alle Anwesenden zu spüren. Es war wahnsinnig traurig und doch wunderschön. Ich habe eine solche Trauerfeier noch nie erlebt. Es war, wie du immer so schön sagst, einfach rund !
    Was für mich seltsam war, ich hatte Abends einen tiefen Frieden in mir. Leider mussten wir relativ schnell wieder gehen, da Papa alleine zu Hause war. Ich war unheimlich kaputt danach und musste, nachdem ich etwas gegessen hatte, ersteinmal schlafen gehen. Der Schlaf war einfach nur tief und ohne Träume. Normalerweise bin ich nach solchen Tagen unheimlich melancholisch und wahnsinnig traurig. Diesmal nicht. Ich wusste, dass es ok war. Ein innerer Frieden hat sich in mir ausgebreitet. Eine seltsame aber schöne Erfahrung.
    Danke, dass ich daran teilhaben durfte. Es hat mir sehr viel gegeben und es wird mich in meinem weiteren Leben begleiten.

    Dani

  34. Liebe Andrea,

    als ich heute abend abgeflogen bin, da war es in Köln schon dunkel, neblig, nieslig …

    …doch dann stieg das Flugzeug über die Nebeldecke, und dann war da dieses Licht am Horizont, ich weiss nicht, ob ich so ein Orange, ein Gelb, ein Leuchten schon mal gesehen habe. Wenn ich malen könnte, ich müsste es malen, damit ich es allen Menschen zeigen könnte, die mit Euch waren, damit ich es Dir zeigen könnte, denn, glaub mir, das war nicht einfach ein Licht, das war Licht und Liebe und Hoffnung und Freundschaft, einfach etwas unbeschreiblich Schönes, Warmes – und ich hätte mir wirklich keinen runderen Abschluss meiner Reise zu Euch vorstellen können…

    Es wird gut, ja, davon bin ich überzeugt.

    Liebe Grüsse, Jac

  35. Liebe Andrea,

    Du schaffst es jeden Tag aufs Neue, mich emotional zu überwältigen.
    All Eure Liebe, diese wunderbar gestaltete Schief :°°°-())

    Gedanklich war ich die ganze Zeit bei Euch, vormittags war es hier düster und grau und gegen 14.00 riss plötzlich der Himmel auf.
    Die Sonnenstrahlen schienen sooo plötzlich hell, das das Kerzenlicht – welches für Michael brannte, kaum noch wahrnehmbar war….

    Ich habe, ich glaube es war im letzten Jahr,
    eine sehr gute Reportage über die Kuckelkorns gesehen und schon damals habe ich gedacht,
    wie toll diese Familie ihrer Berufung nachgeht !!

    Und wenn ich nun ihre Zeilen für die
    Momente – Box lese, werden ich in meinen positiven Gefühlen bestätigt.

    Danke !! das wir weiterhin soviel Gutes, Warmes Rundes mit in unser Leben mitnehmen dürfen.

    Alles Liebe
    AngelaB

  36. Wenn ich das lese, dann kann ich auch nur sagen……….ja, alles ist Rund!

    Ich drück dich!
    Jen

  37. [...] viel mehr davon gewünscht hätten, stocken wir diese Spendensumme auf und werden 500 Euro auf das in dieser Anzeige angegebene Konto für das Mildred Scheel Haus in Köln [...]


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